Limone: Beiträge

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Bis 1932 war das ehemalige Fischerdorf Limone sul Garda regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten. Man konnte den Ort konnte nur über den Wasserweg erreichen.

Das änderte sich, als die Straße „Gardesana Occidentale“ fertig gestellt wurde. Von da an zog der Tourismus nach Limone. Heute ist der Ort eine der beliebtesten Ferienziele am Gardasee. Rund 10.000 Touristen strömen während der Hauptsaison täglich nach Limone. Dennoch hat der Ort mit seinen zwei Häfen Porto Vecchio und Porto Nuovo, sowie der autofreien Altstadt viel von seiner ursprünglichen Idylle behalten.

Warum es gerade dort Zitronen gibt, wird den Mönchen aus dem Franzikaner Kloster in Gargnano zugeschrieben. Sie hatten erstmalig im 13. Jahrhundert die Zitrone aus Genua zum Gardasee gebracht. Bald eroberte die Frucht das Gebiet und wurde sogar laut Berichten von Reisenden des 15. Jahrhunderts bis Toscolano-Maderno angebaut. Eine Hinweis dazu findet sich auch in der historischen Abhandlung "Storia della Riviera di Salò" Grattarolo um 1599. Dort heisst es: „Lange bevor es Fabriken gab, wuchs hier der Zitronenbaum: Hierhin zogen sich die Schiffer manchmal zurück, wenn der Sturm allzu wild wütete, um mit dem Zitronenbaum zu sprechen."

Herrlicher Blick von der Limonaia in Richtung Norden nach Torbole.

Um Bäume und Früchte vor dem Frost zu schützen, wurden ab dem 17. Jahrhundert die ersten Zitronengewächshäuser gebaut. Sie bestanden aus Mauern, Pfeilern, Treppen, Eingängen und Balken, die von November bis März mit Bretterabdeckungen und Glasscheiben verkleidet wurden. Die meisten Zitronengärten wurden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt, vor allem von der Familie Bettoni.

Limone war zu dieser Zeit weltweit der nördlichste Punkt, an dem Zitrusfrüchte zu Handelszwecken angebaut wurden. Die Zitronen wurden zu Hunderttausenden exportiert, insbesondere nach Deutschland, Polen und Russland. Der hohe Export der Zitrusfrüchte ging bis zur zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts, dann kam die Krise. Zum einen ausgelöst durch die Gummikrankheit der Bäume im Jahr 1855 und zum anderen durch Vereinigung Italiens 1861. Jetzt konnten auch die südlichen Regionen Italiens ihre Zitronen in Norden bringen.

Limone ist bekannt für den Zitronengarten "Limonaia del Castèl".

Die Entwicklung des Transports und schließlich die Entdeckung der synthetischen Zitronensäure beschleunigten den Untergang des Zitronenexports in Limone. Der  Zitronenanbau war nur unrentabel geworden. Im Ersten Weltkrieg wurden die Abdeckungen der so genannten Limonaie aus Staatsinteresse beschlagnahmt. Dies und der außergewöhnlich strenge Winter 1928-1929 gaben dem Zitronenanbau den endgültigen Rest.

Limone: Ausflüge, Genuss und Lifestyle

Limone: Sehenswürdigkeiten

Pfeiler und Mauern der ehemaligen Zitronenplantage der Burg von Limone haben überlebt und erinnern noch heute an die blühende Vergangenheit.

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Limone: Geschichte und Kultur

Bis 1932 war das ehemalige Fischerdorf Limone sul Garda regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten. Man konnte den Ort konnte nur über den Wasserweg erreichen.

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Limone: Zitronenkult

Die Zitrone ist das Wahrzeichen des Ortes und wird vortrefflich als Image vermarktet. An jeder Ecke wird man mit der sauren Frucht konfrontiert. Die Zitrusfrucht ziert viele Souvenirs.

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Wanderungen und Bergtouren

Von Limone gibt es Pfade und Wege in die Umgebung mit unterschiedlichen Schwierigleistgraden. Dabei hat man einen schönen Blick auf den Gardasee.

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Berühmte gelbe Früchte

Bereits im 10. Jahrhundert taucht in zahlreichen Schriften der Name limon, oft auch in den leicht abgewandelten Formen limonum', limono' und limone', auf.

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Limone: Übersicht

Limone sul Garda

Limone befindet sich am Westufer des Gardasees. Sein Name leitet sich vom lateinischen Wort "limes" (Grenze) und den "limonaie".

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